#nokagida +++ Sonntag, den 01.02.2015 nach Kassel +++ Rassist_innen die Straße nehmen +++

Seit Anfang Dezember versammeln sich in Kassel regelmäßig montags
selbsternannte „patriotische Europäer“ um, wie vieler Orts, gegen eine
herbei phantasierte „Islamisierung des Abendlandes“ zu demonstrieren.
Tatsächlich hetzen Teilnehmer_innen und Redner_innen auf rassistische
Art und Weise gegen Asylbewerber_innen und scheinen als Feindbild neben
Migrant_Innen vor allem Politiker_innen und „die da oben“ ausgemacht zu
haben. Unter den 160 Teilnehmer_innen der 8. "Kagida" Demonstration am
19.01. in Kassel waren unter anderem auch bekannte Neonazis aus Kassel
und Umgebung anwesend. Der DGB schätzt, dass etwa ein drittel der
Teilnehmenden aus Nazis und Hooligans bestehen. Der Anmelder der
Demonstrationen, Michael Viehmann, hat bereits durch die Organisation
der Anreise zu den HOGESA-Demonstrationen in Köln und Hannover von sich
reden gemacht.

Das Kasseler Bündnis gegen Rechts organisiert seit Beginn der Kagida
Versammlungen am 01.12.14 wöchentliche Gegenkundgebungen, wo für ein
„buntes“ und „weltoffenes“ Kassel Werbung gemacht wird. Außerhalb dieser
Kundgebung gab es gezielte friedliche Aktionen, wie z.B. Sitzblockaden,
durch die versucht wurde die sogenannten „Spaziergänge“ "Kagida"'s zu
verhindern. Im Rahmen dieser Gegenproteste kam es immer wieder zu
gewaltsamen Ausschreitungen seitens der Polizei. So mussten sich anfang
des Jahres sogar zwei an den Gegenprotesten beteiligte
Antifaschist_innen im Krankenhaus behandeln lassen.

Publikative.org berichtet des weiteren über zusätzliches, nur schwer
nachvollziehbares Verhalten der Einsatzkräfte vor Ort. Diese haben neben
den Prügelattacken auf friedliche Gegendemonstrant_innen wiederholt
Aggressionen aus den "Kagida" Demos heraus nicht geahndet. Stattdessen
wurde gegen eine Gruppe junger Gegendemonstrant_innen Anzeige wegen
Landfriedensbruch erstattet, die zuvor Opfer eines gewaltsamen Überfalls
durch eine Gruppe von 20 rechten Hooligans geworden waren.
(http://www.publikative.org/2015/01/29/pruegel-fuer-die-antifa/)
Während also friedliche und entschlossene Gegendemonstrant_innen von der
Polizei kriminalisiert und verprügelt werden, wird den Faschos zur
Flucht verholfen und den Rassist_innen der Weg freigeräumt.

Wir haben keine Lust auf diesen rassistischen Haufen Patriot_innen und
ihr dämliches Geschwafel. Nicht in Kassel – nirgendwo!
Wir fordern zusätzlich die Polizei auf, ihre gewalttätigen Übergriffe
auf friedliche Demonstrant_innen zu unterlassen und diese nicht weiter
zu kriminalisieren!
Wir rufen euch alle zu Solidarität mit den Genoss_innen in Kassel auf,
die sich Woche für Woche den Rassist_innen von "Kagida" in den Weg stellen!
Fahrt gemeinsam nach Kassel um sie dabei zu unterstützen!

Achtung:
"Kagida" trifft sich jetzt schon am Sonntag, den 01.02.2015 um 16 Uhr
vor dem Kassler Rathaus um eine Kundgebung abzuhalten.
Das Bündnis gegen Rechts hat eine Gegenkundgebung für den 02.02.2015
angemeldet.
Sollte sich also am Sonntag, den 01.02. niemand nach Kassel verirren,
findet "Kagida" ohne Gegenproteste statt.
Eine günstige Zugverbindung wäre am Sonntag der Cantus Richtung Kassel
Hbf um 14:18 Uhr von Gleis 5. Hierbei handelt es sich nicht um einen von
uns organisierten Zugtreffpunkt – also passt bitte auf euch auf.
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by all means necessary – Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

Kurzaufruf zur autonomen Antifakampagne gegen den Naziaufmarsch im Januar 2015 in Magdeburg

by all means necessary Am 16.Januar 2015 jährt sich zum 70. Mal die Bombardierung Magdeburgs. Diesen Anlass nutzen Nazis seit 1998 für ihre „Gedenkmärsche”. Inhaltlich setzen sie sich damit in direkte Kontinuität zum historischen Nationalsozialismus. Der Aufmarsch dient regional und bundesweit als identitätsstiftendes, nationalsozialistisches Event. In den vergangenen Jahren hat er sich mit einer Teilnehmendenzahl von rund 1000 Nazis zum größten regelmäßigen Naziaufmarsch in der BRD entwickelt. Nur an wenigen anderen Orten schafft es die Naziszene derzeit, bei politischen Veranstaltungen personelle Stärke nach außen zu demonstrieren. Zum 70. Jahrestag der Bombardierung rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Teilnehmendenzahl. Es gilt, den Nazis diesen Ort der politischen Reproduktion ihrer Szene zu nehmen – mit allen notwendigen Mitteln. Weiterlesen

Gegen jeden Antisemitismus!

gegen jeden Antisemitismus… in Göttingen, Deutschland, Europa und anderswo …

Sonn­abend, 30. Au­gust, 15 Uhr
Altes Rat­haus/ Gän­se­lie­sel,
Göt­tin­gen

 

 

 

 

Am 08. Juli 2014 be­gann die is­rae­li­sche Luft­waf­fe als Re­ak­ti­on auf den zu­neh­men­den Ra­ke­ten­ha­gel aus dem Ga­za­strei­fen mit dem Be­schuss von Orten, an denen sie Ha­mas-​Kämp­fer ver­mu­te­te. Kurz dar­auf ver­sam­mel­ten sich welt­weit Men­schen, um gegen den Krieg zu de­mons­trie­ren. Doch zu­meist ge­schah dies sehr ein­sei­tig: „Free Pa­les­ti­ne“ und „Kin­der­mör­der Is­ra­el“ waren die meist­ge­hör­ten Pa­ro­len, durch „Al­la­hu Akbar“ er­hiel­ten die Demos eine deut­lich re­li­giö­se, teil­wei­se mit Ha­mas-​ und gar Isis-​Fah­nen auch is­la­mis­ti­sche Aus­rich­tung.

Doch dabei blieb es nicht: In Göt­tin­gen wur­den De­mons­trie­ren­de, die Is­ra­el-​Fah­nen tru­gen, aus einer Free-​Ga­za-​De­mo her­aus an­ge­grif­fen, in Frank­furt er­hielt ein Rab­bi­ner Mord­dro­hun­gen, in Ber­lin wurde ein jü­di­sches Paar be­drängt, in Wup­per­tal gab es einen ver­such­ten Brand­an­schlag auf eine Syn­ago­ge, in Sar­cel­les, einem Vor­ort von Paris, wur­den ko­sche­re Ge­schäf­te an­ge­zün­det. Weiterlesen

Interview zur Demo am 30.04.

Gemeinsam mit den anderen aufrufenden Gruppen OLAfA, redical M und sub*way haben wir uns mit der Redaktion von Monsters of Göttingen getroffen um mit ihnen über die bevorstehende Demo zu reden. In dem Interview geht es vor allem um die Beweggründe der verschiedenen Gruppen sich an der Demo zu beteiligen und auch um die feministische Kritik, die an diesem Tag auf die Straße gebracht werden soll. Das Interview findet ihr hier: Gegen das kapitalistische Korsett!

Aufruf: Feministische und antifaschistische Demonstration am 30. April 2014 in Göttingen

„Etwas besser ist nicht gut – Geschlechterverhältnisse. Kapitalismus. Abschaffen.“

Global ist zu beobachten: Frauen werden zunehmend in den (Welt-)Markt integriert, ernähren alleine ihre Familien, ohne jedoch eine Chance zur eigenen Existenzsicherung zu bekommen. Gleichzeitig bleiben Frauen maßgeblich für’s Abwaschen, Kinder aufziehen, Putzen und Wäschewaschen verantwortlich – übrigens oft noch mit dem Verweis auf eine vermeintlich „natürliche Fähigkeit“ dazu. Viele Frauen können diese Doppelbelastung von Lohn- und Reproduktionsarbeit nicht bewältigen: Die Verwilderung des Patriarchats treibt ihre Blüten.1

Darüber hinaus sind es zumeist Frauen, die schlechtbezahlt in der Pflege, in der Kita und in der Reinigung arbeiten und dort unter prekarisierten Arbeitsverhältnissen leiden. Nicht selten führen diese Verhältnisse zu Burnouts. Weiterlesen

Reclaim the night!

Am Vorabend des Frauen*kampftags am 08. März fand eine unangemeldete Demo unter dem Motto „Reclaim the night“ statt.

„Wir holen uns heute symbolisch die Nacht zurück. Entgegen der Geschichte von Straßen, die nachts für F*L*T*s zu gefährlich seien, findet die meiste Gewalt im privaten Raum statt. Deshalb holen wir uns mit dieser Demo unsere Räume zurück und unser Recht auf Selbstbestimmung.“

Mehr dazu hier: Reclaim the night!

07maerz

via: monstersofgoe.de